Quelle: Dill-Zeitung vom 31.12.01

Fußball, Bezirksliga Nord: 
Bilanz der Spiele des Jahres 2001

Burg und Flammersbach dürfen noch vom Aufstieg träumen. SG Mittenaar ist voll im Soll. Niederscheld kämpft ums Überleben

Von Joachim Spahn

Dreimal topp und einmal Flop! So könnte verkürzt die Bilanz der Dillkreis-Vertreter in der Fußball-Bezirksliga Nord zum Jahresende 2001 lauten. Mit vielen Fragezeichen waren 18 Mannschaften im August in die Premieren-Saison der neu gebildeten Spielklasse gestartet. Fünf Monate später ist es an der Zeit, ein erstes Resümee zu ziehen. Allgemeine Einschätzung: Während sich die Leistungsstärke der Liga sehen lassen kann und mit dem FSV Buchenau der Top-Favorit an der Spitze steht, lässt die Akzeptanz bei den Fans (noch?) deutlich zu wünschen übrig.

Viel Grund zur Freude hatten die Anhänger des SSC Burg. Die Kicker aus dem Herborner Stadtteil, die mit dem neuen Trainer Arndt Waldschmidt und dem Saisonziel "Klassenerhalt" gestartet waren, katapultierten sich am letzten Spieltag vor der Winterpause durch einen 6:2-Auswärtstriumph in Niederweimar auf Platz drei.

"Positive Tendenz" beim SSC "Juno" Burg

"Bei uns ist durchaus eine positive Tendenz zu erkennen", kommentiert Arndt Waldschmidt den Auftritt seiner Jungs. Mit nur 23 Gegentoren stellt die Juno-Elf die beste Abwehr der Liga. In 21 Spielen setzte es bisher ganze drei Niederlagen. "Wir sind mit der Leistung der Mannschaft sehr zufrieden", so Spielausschusschef Dieter Discher zum bisherigen Abschneiden des SSC.

Wesentlich dazu beigetragen habe der neue Spielertrainer. Dischers Urteil: "Arndt ist ein Gewinn für uns. Er arbeitet zuverlässig und ist offen im Umgang." Die Kooperation mit dem Spielausschuss laufe "völlig problemlos". Die Bezirksliga Nord ist _ so die Einschätzung des Funktionärs _ "eine gute Klasse". Die Erkenntnis des Burger Verantwortlichen: "Es gibt da keine Mannschaft, die man mal gerade so abfertigen kann."

Eine (noch) bessere Platzierung in der Tabelle verschenkte Burg durch die große Anzahl von Punkteteilungen. Achtmal spielte der SSC remis. Waldschmidt: "Vielleicht haben wir etwas zu oft unentschieden gespielt."

Der SSC-Coach zieht eine ausgesprochen positive Bilanz seiner bisherigen Arbeit im Herborner Stadtteil. "Ich bin froh, dass ich hier bin", sagt der Spielertrainer. "Es macht Spaß. Man kann in Ruhe arbeiten." Erfreut hat der Burger Coach auch "die gute Trainingsbeteiligung" registriert.


sponsored by: 

Fenster schließen