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Fußball, Bezirksliga Nord:
Bilanz der Spiele des Jahres 2001
Burg und Flammersbach dürfen noch vom Aufstieg träumen. SG Mittenaar ist voll im Soll. Niederscheld kämpft ums Überleben
Von Joachim Spahn
Dreimal topp
und einmal Flop! So könnte verkürzt die Bilanz der Dillkreis-Vertreter in der Fußball-Bezirksliga Nord zum Jahresende 2001 lauten. Mit vielen Fragezeichen waren 18 Mannschaften im August in die Premieren-Saison der neu gebildeten Spielklasse gestartet. Fünf Monate später ist es an der Zeit, ein erstes Resümee zu ziehen. Allgemeine
Einschätzung: Während sich die Leistungsstärke der Liga sehen lassen kann und mit dem FSV Buchenau
der Top-Favorit an der Spitze steht, lässt die Akzeptanz bei den Fans (noch?) deutlich zu wünschen übrig.
Viel Grund zur Freude hatten die Anhänger des SSC Burg. Die Kicker aus dem Herborner Stadtteil, die mit dem neuen Trainer Arndt Waldschmidt und dem Saisonziel
"Klassenerhalt" gestartet waren, katapultierten sich am letzten Spieltag vor der Winterpause durch einen
6:2-Auswärtstriumph in Niederweimar auf Platz drei.
"Positive Tendenz"
beim SSC "Juno" Burg
"Bei uns ist durchaus eine positive Tendenz zu erkennen", kommentiert Arndt
Waldschmidt den Auftritt seiner Jungs. Mit nur 23 Gegentoren stellt die Juno-Elf die beste Abwehr der
Liga. In 21 Spielen setzte es bisher ganze drei Niederlagen. "Wir sind mit der Leistung der
Mannschaft sehr zufrieden", so Spielausschusschef Dieter Discher zum bisherigen Abschneiden des SSC.
Wesentlich dazu beigetragen habe der neue Spielertrainer. Dischers Urteil: "Arndt ist
ein Gewinn für uns. Er arbeitet zuverlässig und ist offen im Umgang." Die Kooperation mit
dem Spielausschuss laufe "völlig problemlos". Die Bezirksliga Nord ist _ so die Einschätzung
des Funktionärs _ "eine gute Klasse". Die Erkenntnis des Burger Verantwortlichen: "Es gibt da
keine Mannschaft, die man mal gerade so abfertigen kann."
Eine (noch) bessere Platzierung in der Tabelle verschenkte Burg durch die große Anzahl
von Punkteteilungen. Achtmal spielte der SSC remis. Waldschmidt: "Vielleicht haben wir etwas
zu oft unentschieden gespielt."
Der SSC-Coach zieht eine ausgesprochen positive Bilanz seiner bisherigen Arbeit
im Herborner Stadtteil. "Ich bin froh, dass ich hier bin", sagt der Spielertrainer. "Es macht Spaß.
Man kann in Ruhe arbeiten." Erfreut hat der Burger Coach auch "die gute
Trainingsbeteiligung" registriert.
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